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Ein junges Land mit uralter Geschichte
„Streben nach Wissen – das ist die Pflicht aller Muslime: eines jeden Mannes und einer jeden Frau“. Diese Inschrift befindet sich über dem Portal der Medrese Ulugbeks, die im 15. Jh. In Buchara errichtet wurde.

Usbekistan ist eine weite Region der Berge, Wüsten und Oasen, wo unzählige Karawanen die Seidenstrasse durchzogen und damit einen lebhaften Kulturaustausch leisten. Eine Region halb so gross wie Westeuropa, geprägt von einer mehrtausendjährigen Geschichte, verschiedenen Völkern, Sprachen und Kulturen, stellt sich den Herausforderungen der Gegenwart. Ein grosses kulturelles Erbe gilt es zu verwalten, das trotz brutalen Kriegen immer Toleranz gegenüber Andersdenkenden zeigte und den Dialog zwischen Ost und West, nicht nur dank der geographischen Lage, sondern, wie Ulughbek schon vor Jahrtausenden schrieb, vom Drang nach Wissen und Austausch geprägt wurde. Seit der Auflösung der Sowjetunion im Jahre 1991 gewinnt der Islam auch hier mehr und mehr an Bedeutung. Ein Land zwischen überlieferten Traditionen und Zukunftsplänen. Die Kulturgeschichte Zentralasiens ist hier in besonderem Masse von gewaltigen Baudenkmälern der Timuriden und der Schaibaniden geprägt, reicht jedoch bin in die vorislamische Zeit zurück.

Eine Reise in die zentralasiatische Republik Usbekistan ist ein Erlebnis der besonderen Art. Hier öffnet sich eine wahre Fundgrube an Schätzen vielfältiger Art. Prächtige Moscheen, Paläste, Koranschulen und Mausoleen versetzen den Besucher in Staunen.


Geografische Lage / Fläche
Usbekistan ist ein Staat in Zentralasien. Nachbarländer sind Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan und Turkmenistan. Die Fläche beträgt 447'400km2.

Klima
In Usbekistan herrscht kontinentales Wüstenklima. Der Jahresniederschlag beträgt - je nach Region - nur 50-200mm, steigt jedoch in den Gebirgen teilweise auf 1000mm jährlich an. Die Temperaturen schwanken sowohl jahres- als auch tageszeitlich stark. Die Sommer sind meist heiss und wolkenlos, die Winter unbeständig und kalt.

Daten und Fakten
Einwohner: ca. 27,7 Mio.
Sprachen: Staatssprache ist das Usbekische, in der autonomen Republik Karakalpakstan ist zudem auch die karakalpakische Sprache offizielle Amtssprache.
Religionen: Ca. 89% der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, etwa 8% russisch-orthodox, darüber hinaus auch Angehörige anderer christlicher Konfessionen.
Strom: 220 Volt, Steckdosen wie in Deutschland.

Zeitdifferenz
Zu Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) während Sommerzeit +3 Stunden / Winterzeit +4 Stunden.

Währung
Der Usbekische Sum ist in 100 Tiyin unterteilt.

Einreisebestimmungen
Ein Visum ist obligatorisch. Der Pass muss noch 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein. Gerne können wir das Visum für Sie einholen.

Tashkent
Tashkent ist die Hauptstadt Usbekistans mit ca. 2 Mio. Einwohnern, nördlich der grossen Seidenstrasse an der Grenze zu Kasachstan am westlichen Rand des Tianshangebirges gelegen. Industriestadt (Energiewirtschaft, Maschinen- & Flugzeugbau, Baumwollverarbeitung, Lebensmittelindustrie), Verkehrsknoten mit U-Bahn und internationalem Flughafen, Kulturzentrum mit Universität, Hochschulen, Forschungsinstituten, Theater, Museen, Observatorium und Zoo. Ein modernes Wahrzeichen von Tashkent ist der Fernsehturm. Der Altstadtbasar Chorsu Bazar ist einer der grössten Basare der Stadt und bietet die ursprünglichsten Güter an. Nur hier ist traditionelle Handwerkskunst zu kaufen, wie z.B. volkstümliche Musikinstrumente und Kinderkrippen. Daneben gibt es aber auch Unmengen günstiger chinesischer Importware zu erwerben.

Tourismus
Der Tourismus in Usbekistan befindet sich noch im Aufbau. Die Infrastruktur entspricht vielfach nicht den Ansprüchen eines international ausgerichteten Tourismus. Die Unterkünfte sind meist sehr einfach aber sauber. Beliebte Reiseziele sind die antiken Städte Samarkand, Buchara und Chiwa. Optimale Reisezeiten sind Frühling (April bis Juni) und Herbst (September / Oktober).

Kultur
Im Unterschied zu den Bevölkerungen in den Nachbarländern Kasachstan, Kirgisistan und Turkmenistan die bis heute im Nomadentum wurzeln und lange nur oberflächlich islamisiert waren, war die Region des heutigen Usbekistan schon seit dem frühen Mittelalter ein Kerngebiet islamischer Kultur. Wesentlich dafür war die hochentwickelte, persisch geprägte Stadtkultur. Insbesondere die alten Zentren in der heutigen Landesmitte, Buchara und Samarkand, haben kulturell eine aussergewöhnliche Geschichte. Die Sprache und Kultur Persiens wird  noch heute von vielen Menschen im Umkreis dieser Städte gepflegt, während sich die Staatssprache Usbekisch aus osttürkischen Idiomen entwickelte. Zu den ältesten und wichtigsten Überlieferungen des Landes gehört das traditionelle indoiranische Neujahrsfest Newroz, das im Frühling feierlich begangen wird. Newroz ist ein gesetzlicher Feiertag.

Landschaft
Der grösste Teil der Fläche Usbekistans wird von Wüsten eingenommen. Südöstlich des Aralsees im Tiefland von Turan erstreckt sich die Kysylkum-Wüste, die vier Zehntel der Staatsfläche umfasst und sich auf dem angrenzenden Territorium  Kasachstans fortsetzt. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Anbauflächen befinden sich in den grossen Oasen um Samarkand, Buchara und Tashkent sowie im Ferghantal.

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