• Länderinfo
  • Jordanien

Länderinfo zuJordanien

Jordanien, eine Schatztruhe voll mit Geschichten aus längst vergangenen Zeiten

Das Königreich Jordanien ist eine Begegnung mit einer legendären Welt. Wüste und Wadis, Basare und Königsstädte, Kulturdenkmäler und Moscheen, Säulen und Naturwunder. Weltgeschichte im Zeitraffer, imposante Naturschätze, faszinierende Landschaften: Jordanien ist ein attraktives Reiseland, und es könnte passieren, dass Sie am Ende fast nicht mehr nach Hause wollen. Eine Fahrt entlang des Jordans und der angrenzenden Berge führt unweigerlich zur biblischen Spurensuche. Auf Schritt und Tritt begegnet man Zeitzeugen der grossen Religionsstifter und Propheten. 

Jordanien ist ein kleines Reiseland. Mit dem Auto benötigen Sie rund fünf Stunden von der syrischen Grenze im Norden, nach Aqaba im Süden. Dazwischen liegen tausende Jahre Geschichte, 1001 unvergessliche Erlebnisse und noch mehr Aktivitäten! Das Haschemitische Königreich von Jordanien, das schon früher Reisende in seinen Bann zog, begeistert heute als moderner und dynamischer Staat eine neue Generation. Von der imposanten Kargheit der Wadi Rum bis zum pulsierenden Zentrum von Amman, von den majestätischen Ruinen vergangener Zivilisationen zum zeitlosen Glanz des Toten Meeres präsentiert sich Jordanien als faszinierendes Reiseziel. Mit seiner Vielzahl an atemberaubenden und geheimnisvollen Sehenswürdigkeiten, hervorragenden Hotels, mit der aromatischen Küche und zahllosen Aktivitäten, kann der Reisende zwischen Inspiration, Erholung oder Abenteuer wählen. Beobachten von Gazellenherden, Oryx-Antilopen und Zugvögeln - oder Zelten inmitten der imposanten Landschaft der Wadi Rum oder des Naturschutzgebiets Dana - oderTrekking-Touren auf den alten Karawanenstrecken von den Bergen Moabs und Edoms und Wandern auf den bewaldeten Hügeln des biblischen Gilead - oder das unvergleichliche Badeerlebnis  der reinigenden Schlammbäder am Toten Meer… das sind nur einige Beispiele für die Schätze, die den Besucher dieses einmaligen Königreichs erwarten.

Geschichte

Jordanien kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. An diesem Ort sind einige der frühesten menschlichen Niederlassungen entstanden, und man kann hier noch heute Überreste von vielen grossen Weltzivilisationen finden. Durch die Lage Jordaniens und Palästinas, im Zentrum des Nahen Ostens, kommt der Region grosse Bedeutung als Schnittstelle zwischen Asien, Afrika und Europa zu. Seit Beginn der Zivilisation spielt Jordanien aufgrund seiner geografischen Lage eine wichtige Rolle für den Handel und die Kommunikation, indem es als Verbindung zwischen Ost und West sowie Nord und Süd fungiert. Das Land nimmt auch heute noch diese Funktion ein.

Geografische Lage

Das Königreich Jordanien ist ein Staat im Nahen Osten / Vorderasien. Es grenzt an Israel, die Palästinensischen Autonomiegebiete, an Syrien, den Irak, Saudi-Arabien und an das Rote Meer, an dem es eine Seegrenze zu Ägypten hat. Das Land ist ca. 89‘300 km2 gross und besteht aus über 75% Wüste. Der tiefste Punkt der Erde befindet sich in Jordanien am Toten Meer auf einer Höhe von 426 Meter unter dem Meeresspiegel.

Klima

Der Nordwesten des Landes hat Mittelmeerklima mit heissen trockenen Sommern und kühlen feuchten Wintern. Im grössten Teil Jordaniens herrscht kontinentales Wüstenklima. Im Sommer erwarten Sie Temperaturen von 31° bis 38° Grad, während das Quecksilber im Winter zwischen 13° und 19° Grad anzeigt. Auch im Sommer können die Nächte in der Wüste kalt werden. Im Winter ist auch Schneefall möglich. Vergessen Sie also nicht auch einen Pullover oder eine Jacke einzupacken.

Einreisebestimmungen

Schweizer Bürger benötigen für die Einreise einen 6 Monate über das Rückreisedatum gültigen Reisepass sowie ein Visum. Das Visum kann bei der Einreise am Flughafen Amman eingeholt werden (14 Tage gültig) und kostet ca. CHF 55. Gruppen ab 5 Personen, die über unseren Reiseveranstalter einreisen, sind von der Gebühr befreit.

Essen

Jedes Mal, wenn Essen serviert wird, sorgen die reichhaltigen jordanischen Speisen, zusammen mit der berühmten Gastfreundschaft, für eine feierliche Atmosphäre. Essen zu sich zu nehmen, ist in Jordanien nicht einfach nur ein biologischer Vorgang, sondern vielmehr ein soziales Ereignis. Meistens sitzen Jordanier beim Essen zusammen und empfangen die Gerichte als Kollektiv. Die Nahrungsaufnahme ist ein sehr wichtiger Aspekt in der Kultur Jordaniens. In den meisten Dörfern sind die Mahlzeiten gemeinschaftliche Events, bei denen der engere und weitere Familienkreis anwesend ist. Ausserdem ist Essen für die Jordanier auch ein Ausdruck ihrer Gastfreundschaft und Grosszügigkeit. Die Jordanier sind von Natur aus sehr gastfreundlich – eine Einladung in das private Wohnhaus eines Einheimischen kann durchaus vorkommen. Egal wie bescheiden die Mittel, die den Gastgebern zur Verfügung stehen, sind – die Familie, Freunde und Gäste im eigenen Haus zu bewirten ist eine Ehrensache. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, probieren Sie unbedingt das jordanische Nationalgericht Mansaf. Für westliche Besucher ist das Gericht zwar gewöhnungsbedürftig, doch finden Sie dieses Beduinengericht in keinem anderen arabischen Land. Es besteht aus arabischem Reis, einer reichhaltigen Brühe aus trockener Sauermilch (jameed) und entweder Lamm oder Hühnchen. Egal, ob die Jordanier eine Abschlussfeier, eine Verlobung oder eine Hochzeit feiern, Mansaf wird eigentlich immer serviert. Mansaf wird ausserdem auch während Beileidszeremonien als Mittel, anderen Beistand zu leisten, gereicht. Dem Gedanken entsprechend, dass es sich um ein Zusammenkommen der Gemeinschaft handelt, essen alle Gäste mit den Händen von einer Platte. Die für arabische Ländern typischen Mezzeh, finden Sie auch in Jordanien. Diese Auswahl von Salaten, Gemüsepürees und Fleischstücken wird in der Mitte des Tisches in kleinen Schälchen serviert und unterstreicht so den sozialen Charakter des Essens. Und dann gibt es noch Al-Zarb. Der Name steht für ein Gericht aus Lamm, welches in einem Ofen mit heissen Kohlen unter dem Wüstensand begraben und stundenlang gegart wird.

Ökologie und Natur

Die RSCN (Royal Society For The Conservation Of Nature) ist eine nicht staatliche Organisation, die sich dem Schutz der jordanischen Natur verschrieben hat. Die Gesellschaft wurde 1966 unter der Schirmherrschaft seiner Majestät, dem verstorbenen König Hussein, gegründet. Von der jordanischen Regierung erhielt sie den Auftrag, die Flora und Fauna sowie die wilden Regionen des Landes zu schützen. Zu den geschützten Gebieten gehören unter anderem das Dana Naturschutzgebiet, die Wadi Rum Wüste, das Tote Meer, das Wildreservat Shawmari, Ajlun, das Feuchtgebiet Azraq und das Waldgebiet Dibeen. Überall werden verschiedene Wanderungen und Aktivitäten angeboten. Jordanien ist ebenfalls ein ideales Ziel für Vogelliebhaber. Insgesamt 17 Regionen wurden in den Nationalparks bereits zu „Important Bird Areas“ (IBAs), also bedeutenden Vogelgebieten erklärt. Die Naturschutzgebiete der RSCN sind ebenfalls IBAs.

Daten und Fakten

Einwohner:  Jordanien hat ca. 6.5 Mio.Einwohner.
Sprachen: Die Amtssprache ist arabisch, viele Menschen sprechen auch etwas Englisch.
Religion: 93% der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, 5% Christen und 2% haben eine andere Religion.
Strom: 220 Volt. Ein internationaler Adapter ist empfohlen mitzunehmen.

Zeitdifferenz

Zu Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) während Sommer- und Winterzeit +1 Stunde.

Währung

Der Jordanische Dinar (JOD) ist in 100 Piaster oder 1000 Fils unterteilt. Preise werden oft in Fils angegeben. 1 CHF = 0.722 JOD (Juli 2015)

Wadi Rum – auf den Spuren von Lawrence von Arabien

Ein enormer, zeitloser Ort, von Menschenhand nahezu unberührt, das ist Wadi Rum, die grösste und prächtigste Wüstenlandschaft Jordaniens. Die rosaroten Dünen, Canyons und Felsen der Wadi Rum Wüste begeistert Aktive und Ruhesuchende gleichermassen.

Die Königsstrasse – Karawanenpfad und via Romana

Von Amman nach Aqaba führend ist die Königsstrasse einer der schönsten Wege. Auf der Grenze zwischen der Jordansenke des Wadi Araba und dem Hochplateau der Wüste schlängelt sie sich und bietet überwältigende Landschaften.

Totes Meer – 420 Meter unter Meer

Das Tote Meer hat ein eigenes historisches und spirituelles Erbe. Man hält es für die Stätte der fünf biblischen Städte Sodom, Gomorrha, Adma, Zebojim und Bela. Ca. 420m unter dem Meeresspiegel gelegen, liegt das Tote Meer am tiefsten Punkt der Erdoberfläche. Aufgrund der Lufttemperatur verdunstet viel Wasser. Dies bewirkt den aussergewöhnlich hohen Salz- und Mineralanteil des Wassers, über 30 Prozent – mehr als zehn Mal so viel wie der des Mittelmeers. Badende können sich aufgrund des grossen Auftriebs ohne geringste Anstrengung auf dem Rücken treiben lassen und dabei – für den obligaten Fotoschnappschuss – sogar eine Zeitung lesen.